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08.07.2024 01:07

Eppendorf Award for Young European

Investigators 2024 geht an Clemens Plaschka, Österreich

Hamburg, 28. Juni 2024
In diesem Jahr vergibt das Hamburger Life Sciences-Unternehmen Eppendorf SE zum 29. Mal seinen renommierten Forschungspreis. Die unabhängige Jury unter Vorsitz von Prof. Laura Machesky, Cambridge, UK, wählte Dr. Clemens Plaschka, IMP - Institute of Molecular Pathology, Wien, Österreich zum Gewinner des Eppendorf Award for Young European Investigators 2024.
Clemens Plaschka, Jahrgang 1989, erhält die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Forschung über die molekularen Maschinen, die Boten-RNA erzeugen und exportieren. Der Preis wird in Anerkennung seiner bahnbrechenden Entdeckungen verliehen, die die Mechanismen der
Produktion und Reifung von mRNA aufdecken. An der mRNA-Produktion sind mehrere komplexe zelluläre Maschinen beteiligt, die die Reifung und den letztendlichen Export von mRNA aus dem Zellkern in das Zytoplasma verarbeiten und steuern.

„Plaschkas strukturelle und mechanistische Untersuchungen haben grundlegende Erkenntnisse darüber erbracht, wie Zellen Gene exprimieren, und seine Arbeit hat Auswirkungen auf menschliche Krankheiten, bei denen Mutationen in zentralen mRNA-Verarbeitungsmaschinen auftreten“, so die Jury.

Clemens Plaschka: „Ich freue mich sehr über die Verleihung des Eppendorf Award for Young European Investigators 2024. Diese Auszeichnung ist eine besondere Anerkennung für unser hochmotiviertes Forschungsteam, dessen Bemühungen dies möglich gemacht haben. Ich bin auch sehr dankbar für die hervorragende Unterstützung durch das IMP und Boehringer Ingelheim, des
ERC, unserer Kollegen am Vienna BioCenter und außerhalb, sowie meiner Familie. Der Preis würdigt unsere Beiträge zur Aufdeckung der strukturellen Mechanismen, durch die eine menschliche mRNA gebildet wird. Dennoch bleiben viele Fragen offen. Wir freuen uns darauf, in den kommenden Jahren die molekularen Prozesse weiter zu verstehen, die regulieren, wie eine mRNA
gebildet und zerstört wird.“
Neben dem Gewinner des Eppendorf Award 2024 wurden zwei Finalisten ausgezeichnet.
Irma Querques, Assistenzprofessorin und Gruppenleiterin an den Max-Perutz-Labors der Universität Wien erhält die Auszeichnung für ihre Arbeit an der Entwicklung neuer Strategien für die Transposon-vermittelte genetische Manipulation und an der Aufdeckung der strukturellen Grundlage für CRISPR-assoziierte Transposition. „Querques' Arbeit liefert nicht nur neue
mechanistische Erkenntnisse darüber, wie diese mobilen Einheiten die ortsspezifische Insertion ermöglichen, sondern auch neue programmierbare Strategien für gezielte genetische Veränderungen“, so die Jury.
Phong Nguyen, PostDoc am Hubrecht Institute in Utrecht, wird für seine Forschung über die molekularen und zellulären Mechanismen der Herzregeneration ausgezeichnet. Er entdeckte eine detaillierte Abfolge von molekularen Ereignissen, die den Abbau und Wiederaufbau von Strukturelementen im Herzmuskel steuern, so dass sich Zellen wieder vermehren und funktionell in das verletzte Herz integrieren können. Die Jury stellt fest, dass seine Entdeckung einen grundlegenden Einblick in die Biologie der Geweberegeneration gewährt und neue Ziele für zukünftige therapeutische Ansätze bei Herzverletzungen liefert.

Die Preisverleihung fand am 27. Juni 2024 im Advanced Training Center des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg statt.

Weitere Informationen zu Bewerbungsmodalitäten, Auswahlkriterien und bisherigen Preisträgern des Eppendorf Award for Young European Investigators unter www.eppendorf.com/award.

Mit dem 1995 initiierten Eppendorf Award for Young European Investigators würdigt die
Eppendorf SE herausragende Forschungsarbeiten auf dem biomedizinischen Sektor und
fördert damit junge Wissenschaftler in Europa bis zum Alter von 35 Jahren. Der Eppendorf
Award wird in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsmagazin Nature verliehen. Über die
Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury, bestehend aus Laura Machesky (University of
Cambridge, UK), Sadaf Farooqi (Wellcome-MRC Institute of Metabolic Science, Cambridge,
UK), Madeline Lancaster (MRC Laboratory of Molecular Biology, Cambridge, UK), Ben Lehner
((Wellcome Sanger Institute, Cambridge, UK; Center for Genomic Regulation PRBB, Barcelona,
Spanien), Stefan Raunser (Max-Planck-Institut für Molekulare Physiologie, Dortmund) und
Michael Sixt (Institute of Science and Technology Austria ISTA, Klosterneuburg, Österreich).

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