Offshore-Inspektionsgerät aus Schottland gewinnt manus award 2019

igus® GmbH

‚‚Offshore-Inspektionsgerät aus Schottland gewinnt manus award 2019‘‘ von igus® GmbH

Jury zeichnet Einsatz von Hochleistungskunststoffen in der Reinigung und Inspektion von Unterwasserrohren aus

Grund zum Jubeln beim schottischen Maschinenbauer ToolTec: Sein Offshore-Inspektionsgerät ist Sieger des manus award 2019 – ein Preis, mit dem der motion plastics Spezialist igus bereits zum neunten Mal den kreativen Einsatz von Hochleistungskunststoffen in der Lagertechnik auszeichnet. Platz zwei ging an einen schwebenden Katamaran, Platz drei an ein Assistenzsystem, mit dem auch Menschen mit körperlichen Mobilitätseinschränkungen Auto fahren können.

Weltweit kommen immer mehr Lager aus Hochleistungskunststoff zum Einsatz, in industriellen Umgebungen und weit darüber hinaus, etwa in Erntemaschinen für Spargel, Abdeckungen von Whirlpools und in Getrieben von Kirchturmuhren. Die Gründe dafür sind vielfältig: Tribo-Polymerlager sind schmier- und wartungsfrei, leicht, korrosionsfrei und sparen Kosten. Und so verwundert es kaum, dass sich 445 Tüftler aus 32 Ländern für den manus award 2019 beworben hatten. Die Jury aus Vertretern von Fachmedien, Wirtschaft und Forschung hat unter den Bewerbern drei Anwendungen ausgewählt, die durch technische und wirtschaftliche Effizienz sowie Kreativität herausragen.

Platz 1: 5.000 Euro gehen an ein schottisches Offshore-Inspektionsgerät

Sieger des mit 5.000 Euro dotierten manus award ist ToolTec. Der schottische Maschinenbauer hat ein Gerät entwickelt, mit dem Betreiber von Öl- und Gasplattformen unter Wasser Rohre, wie Pipelines, reinigen und untersuchen können. Bislang mussten Taucher diesen Job übernehmen. Das Offshore-Inspektionsgerät legt sich wie eine Manschette um das Rohr und bewegt sich auf Rollen vorwärts. Während der Fahrt säubert die Maschine die Rohrleitung und untersucht sie auf Schwachstellen. Bei der Konstruktion kamen ausschließlich Polymerlager für die Ingenieure in Frage. Metallische Lager hätten Korrosionsanfälligkeit und einen hohen Wartungsaufwand bedeutet. Deswegen hatten sich die Experten für die Hochleistungskunststoffe von igus entschieden – unter anderem für iglidur Gleitlager, drylin Linearführungen und eine e-kette für die sichere Leitungsführung, die eine Drehbewegung von 360 Grad ausführt. Die Komponenten ermöglichen einen schmiermittelfreien und somit wartungsfreien Trockenlauf und sind beständig gegen salziges Seewasser.

Platz 2: iFLY 15 – der schwebende Katamaran aus München

Auf Platz zwei ist iFLY 15 gelandet. Zwar wirkt der Sportkatamaran des Münchener Herstellers CEC Catamarans GmbH auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Katamaran. Doch das ändert sich, wenn das Boot Geschwindigkeit aufnimmt. Dann hebt es sich, dank eines mechanischen Flugsteuerungssystems, rund einen halben Meter aus dem Wasser und fährt mit bis zu 30 Knoten (55 km/h) auf vier kleinen ausklappbaren Tragflächen. Doch bevor der Katamaran das Fliegen erlernte, mussten die Ingenieure Herausforderungen am Steuerungssystem meistern, wie die Reduzierung des Gewichts. Die Entwickler setzen in den Tragflächen deswegen auf leichte igus Gleitlager aus Hochleistungskunststoffen. Die Kunststofflager punkten auch in dieser Umgebung durch ihren schmiermittelfreien Trockenlauf und ihre Resistenz gegen Salzwasser.

Platz 3: Ein Fahrerassistenzsystem aus Frankreich

Die Bronzemedaille des manus award 2019 hat das französische Unternehmen Kempf gewonnen, das Menschen mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrern das Autofahren ermöglicht. Hier kommt „Darios“ ins Spiel – ein Gasring, der auf dem Lenkrad montiert ist. Drückt der Fahrer den Ring, kann er das Fahrzeug fein dosiert beschleunigen. Bremsen kann er über eine Handbetriebsbremse neben dem Steuer. Auf die klassischen Pedale ist er nicht mehr angewiesen. In der neuesten Version ist der Gasring nicht mehr einfach rund, sondern wie viele moderne Lenkräder abgeflacht. Gemeistert haben die Ingenieure diese konstruktive Herausforderung gemeinsam mit dem 3D-Druckservice von igus. In Köln sind im 3D-Drucker 200 Elemente aus Hochleistungskunststoffen entstanden, die beweglich miteinander verbunden sind und auf dem Metallkern des weltweit ersten abgeflachten Gasrings gleiten.

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Über igus® GmbH

Die Geschichte von igus® beginnt am 15.10.1964 mit dem Ehepaar Günter Blase und Margret Blase in einer Doppelgarage in Köln-Mülheim. In den ersten zwanzig Jahren arbeitet igus® als Zulieferbetrieb für schwierige technische Kunststoffteile. 1983 beginnt mit Sohn Frank Blase die Konzentration auf eigene Produkte – Energiekettensysteme (E-KettenSysteme®), wartungsfreie und schmiermittelfreie Gleitlager, Kugellager, Gelenklager und Linearlager (iglidur®, igubal®, drylin®, xiros®) sowie hochflexible Leitungen (chainflex®) – und der Aufbau des eigenen Vertriebs. Von 1985 bis 2014 wächst igus® von 40 auf über 2400 igus®-Menschen, verteilt auf der ganzen Welt. Auch für die nächsten Jahre investiert igus® in Expansion. Die Chancen für innovative Produkte sind da – dank der modernen Hochleistungskunststoffe.